"Der Heilige von den wilden Kräutern"

Mit 600 Metern über dem Meeresspiegel ist Kosmadei eines der höchstgelegenen Dörfer von Samos. Bei klarem Wetter kann von hier oben die Küstenlinie von Karlovassi erkennen. Doch oft hüllt sich das Dorf in den Wolkenmantel des nahen Kerkis. Das ist gut für die vielfältige Vegetation hier oben. In den Feldern und Gärten rund um das Bergdorf dominiert ganzjähriges Grün. Das war früher, bevor die kurvenreiche Straße gebaut war, sehr wichtig. Bis auf Zigaretten, Kaffee, Zucker und Salz lebte man in Kosmadei autark. Die wenigen Sachen, die mit Eseln von Karlovassi heraufgeschafft werden mussten, gab es im Kramladen von Stelios Antonakakis, welches gleichzeitig auch als Kafenion und Taverne diente. Es war das eigentliche Zentrum des abgelegenen Dorfes.

 

Heute betreibt der Neffe des ehemaligen Kramladenbesitzers die Räumlichkeiten als Restaurant. Stelios hat aber nicht nur den Laden seines Großvaters übernommen, sondern - wie in Griechenland üblich - auch dessen Namen und Spitznamen: Stelios Antonakakis, "St Antonakak". Und wie man so hört, macht der derzeitige "Heilige Antonakak" seinem lebenslustigen Opa in vielerlei Hinsicht alle Ehre.

 

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Die Küche ist ländlich, robust und abwechslungsreich. Es kommt nur in die Töpfe oder Pfannen, was hier oben auch wächst und gedeiht - und das ist sehr reichhaltig und äußerst bekömmlich. Die vielen Wildkräuter und Beeren, die in der Küche zum Einsatzkommen, verleihen auch den einfachsten Gerichten jene unverwechselbare authentische Note der Berglandschaft am Kerkis. Nur der Wein kommt, wie es sich für eine zünftige Taverne gehört, von unserem Freund Petros aus Stavrinides. Und das ist gut so ...

 

Die Taverne hat auch im Winter geöffnet und ist dann ein beliebtes Ziel von relaxten Insulanern oder der Verwandtschaft. Stelios Bruder Dimitris Antonakakis betreibt das bekannte Restaurant "Dionisos" an der Platia in Meseo-Karlovassi

 

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