Die beste Zeit Konteika zu besuchen ist der Abend.

Ein laminierter Zettel klebt an einer Hauswand und verspricht "FREE INTERNET". Freies Internet für Konteika - oder zumindest für die hübsche Platia des Dorfes wäre eine gute Idee, wenn denn der Router ginge. Andreas, der dynamisch-dralle Wirt der Platia-Taverne "το κέντρο", hebt bedauernd die Schultern. 

 

Was aber will man in Konteika schon mit Internet? Auf der Platia tobt das Leben unvernetzt und in einer großen Bandbreite. Die obligatorischen Rentner Gruppen diskutieren so heftig, als ginge es um Leben und Tod. Man streitet sich um das Jahr, in dem Konteika ans Wassernetz angeschlossen wurde. Unbeeindruckt von diesem Diskurs trägt die Dorfjugend die "Konteika-Race" auf ihren Fahrrädern aus und braust alle paar Minuten johlend über den Dorfplatz, während ein kleiner Dicker lautstark die Runden ansagt. Und die Schwalben am Himmel tun es den Jungs in den Gassen gleich...

 

links rechts

 

Konteika ist eines der unbekannteren Weindörfer und im Gegensatz zu Platanos vom Tourismus kaum berührt. "Wenn die Touristen im Sommer tagsüber zufällig hier vorbeikommen, sind das Dorf und die Platia wie ausgestorben. Wir arbeiten in den Weinfeldern und die Kinder sind in Karlovasi in der Schule", meint Andreas. Und in dem gerade stilvoll renovierten Kafenion gegenüber der Platia sitzen dann die Alten drinnen. Kein Schild, keine Mythos-Werbung gibt einen Hinweis auf das gemütliche und erbauliche Innenleben.

 

Die beste Zeit Konteika zu besuchen ist der Abend und die Kochkünste von Andreas und seiner Frau sind allemal die Reise wert.

 

Tischreservierung und Vorbestellungen:

 

022730-39347